Ausstellung

WHEN DOING THINGS AND WORDS – LONE HAUGAARD MADSEN

Für die Ausstellungsreihe »When Doing Things and Words« hat Halle für Kunst eV Falke Pisano (NL), Karolin Meunier (D / NL) und Lone Haugaard Madsen (A / DK) eingeladen. In drei aufeinander folgenden Einzelausstellungen werden sie jeweils einen korrespondierenden Raum eröffnen, in dem über die Verschränkung von performativen Inszenierungen und Installationen grundlegende Fragen der Übersetzbarkeit und Sichtbarkeit neu verhandelt werden. Ausgehend von sprachtheoretischen Avancen der Kunst des 20. Jahrhunderts stehen dabei folgende Fragen im Vordergrund: Was ereignet sich heute in der Begegnung von Sprache und Objekten? Welche Transformation erfahren die Arbeiten durch die verschiedenen Modi der Exposition, Produktion und Dokumentation? Welche Rolle spielt die Partizipation des Betrachters in der gegenwärtigen künstlerischen Produktion? Dadurch soll eine Aufmerksamkeit für die Situativität künstlerischer Arbeiten geschaffen werden, als sie innerhalb der Ausstellung in unterschiedlichen kommunikativen Formen auftreten. Die Künstlerinnen weisen das Ausstellen selbst als eine produktive Praxis aus, in der sie, die Objekte und die Besucher in ein sprechendes, verschiedene Zeitlichkeiten durchlaufendes Verhältnis treten.

In Fotografien, Objekten, Zeichnungen und Performances hinterfragt Lone Haugaard Madsen die grundsätzlichen Bedingungen der künstlerischen Produktion und des Ausstellens, indem sie ihre eigene Position als Künstlerin genau beobachtet, reflektiert und wiederum in den Arbeitsprozess einschleust. Die aus diesem nahe am Material entlang geführten Prozess hervorgehenden Objekte verweisen auf ein selbstreflexives künstlerisches Begehren, dessen Entscheidungen sich nicht allein durch konzeptuelle Überlegungen erklären lassen und damit zugleich einen Zweifel an autoritären Gesten des Wissens und Könnens mitformulieren. Für ihre Ausstellung in der Halle für Kunst wird Lone Haugaard Madsen vor Ort neue Arbeiten realisieren, die den Rahmen für ihre moderierende Performance abstecken.

Herzlichen Dank an:
Land Niedersachsen, Stadt Lüneburg, Lüneburgischer Landschaftsverband, Generalkonsulat der Niederlande in Hamburg, Protones Lüneburg, Peter Steckroth

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