Ausstellung

WHEN DOING THINGS WITH WORDS – FALKE PISANO

Für die Ausstellungsreihe »When Doing Things and Words« hat Halle für Kunst eV Falke Pisano (NL), Karolin Meunier (D / NL) und Lone Haugaard Madsen (A / DK) eingeladen. In drei aufeinander folgenden Einzelausstellungen werden sie jeweils einen korrespondierenden Raum eröffnen, in dem über die Verschränkung von performativen Inszenierungen und Installationen grundlegende Fragen der Übersetzbarkeit und Sichtbarkeit neu verhandelt werden. Ausgehend von sprachtheoretischen Avancen der Kunst des 20. Jahrhunderts stehen dabei folgende Fragen im Vordergrund: Was ereignet sich heute in der Begegnung von Sprache und Objekten? Welche Transformation erfahren die Arbeiten durch die verschiedenen Modi der Exposition, Produktion und Dokumentation? Welche Rolle spielt die Partizipation des Betrachters in der gegenwärtigen künstlerischen Produktion? Dadurch soll eine Aufmerksamkeit für die Situativität künstlerischer Arbeiten geschaffen werden, als sie innerhalb der Ausstellung in unterschiedlichen kommunikativen Formen auftreten. Die Künstlerinnen weisen das Ausstellen selbst als eine produktive Praxis aus, in der sie, die Objekte und die Besucher in ein sprechendes, verschiedene Zeitlichkeiten durchlaufendes Verhältnis treten.

Halle für Kunst freut sich, mit dem ersten Teil der Ausstellungsreihe die niederländische Künstlerin Falke Pisano vorzustellen. Falke Pisano benutzt Sprache und Schreiben als Mittel, um die Potentiale von Abstraktion, Skulptur und künstlerischer Praxis zu hinterfragen. Sprechend aktiviert sie abstrakte Objekte zu Gedanken generierenden Prinzipien. Ausgehend von der Idee eines instabilen, wandelbaren und zerbröckelnden Objekts wirft sie Fragen zu den qualitativen Eigenschaften, zu Form, Konstruktion und Dialogizität von Objekten auf. In der Halle für Kunst werden u. a. ihre 2007 entstandenen Arbeiten »Object and Disintegration (on the form of encounter) und The Complex Object (Affecting Abstraction part 3)« zu sehen sein, wobei letztere von der Künstlerin am Eröffnungsabend um 20 h als »performative Lecture« präsentiert wird.

Biografie
Falke Pisano wurde 1978 in Amsterdam geboren, wo sie lebt und arbeitet. Sie studierte an der Kunsthochschule Utrecht und war im Anschluss als Fellow Researcher an der Jan van Eyck Akademie, Maastricht tätig. 2006 stellte sie im Rahmen von »Just in Time« aus, der Municipal Acquisitions Exhibition am Stedelijk Museum, Amsterdam. Neben Einzelausstellungen bei Ellen de Bruijne Projects, Amsterdam (2007) sowie in der Galerie Balice Hertling, Paris (2008) war sie kürzlich im Nachtprogramm der diesjährigen Berlin Biennale vertreten. Im Juli 2008 werden ihre Arbeiten auf der Manifesta 7 in Trentino zu sehen sein.

Herzlichen Dank an:
Land Niedersachsen, Stadt Lüneburg, Lüneburgischer Landschaftsverband, Generalkonsulat der Niederlande in Hamburg, Protones Lüneburg, Peter Steckroth

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