Ausstellung

WHEN DOING THINGS WITH WORDS – KAROLIN MEUNIER

Für die Ausstellungsreihe »When Doing Things and Words« hat Halle für Kunst eV Falke Pisano (NL), Karolin Meunier (D / NL) und Lone Haugaard Madsen (A / DK) eingeladen. In drei aufeinander folgenden Einzelausstellungen werden sie jeweils einen korrespondierenden Raum eröffnen, in dem über die Verschränkung von performativen Inszenierungen und Installationen grundlegende Fragen der Übersetzbarkeit und Sichtbarkeit neu verhandelt werden. Ausgehend von sprachtheoretischen Avancen der Kunst des 20. Jahrhunderts stehen dabei folgende Fragen im Vordergrund: Was ereignet sich heute in der Begegnung von Sprache und Objekten? Welche Transformation erfahren die Arbeiten durch die verschiedenen Modi der Exposition, Produktion und Dokumentation? Welche Rolle spielt die Partizipation des Betrachters in der gegenwärtigen künstlerischen Produktion? Dadurch soll eine Aufmerksamkeit für die Situativität künstlerischer Arbeiten geschaffen werden, als sie innerhalb der Ausstellung in unterschiedlichen kommunikativen Formen auftreten. Die Künstlerinnen weisen das Ausstellen selbst als eine produktive Praxis aus, in der sie, die Objekte und die Besucher in ein sprechendes, verschiedene Zeitlichkeiten durchlaufendes Verhältnis treten.

Halle für Kunst freut sich, mit dem zweiten Teil der Ausstellungsreihe die in Berlin und Maastricht lebende Künstlerin Karolin Meunier vorzustellen. Die Performances, Videos und Rauminstallationen von Karolin Meunier kreisen um Fragen zur Aktualität des Performativen und zur medialisierten Kommunikationssituation zwischen Betrachter und Künstler. Die Kamera fungiert dabei als Instrument, um das Verhältnis von Öffentlichkeit und Theatralität zu markieren und Denken als sukzessiven Prozess sichtbar zu machen. In der Halle für Kunst stellen die filmischen Inszenierungen einen Bezug zu ihrem spezifischen Aufführungsort und dessen räumlichen Bedingungen her, der sich sowohl innerhalb der Videobilder selbst als auch durch deren Installation zeigt.

Am Eröffnungsabend gibt es im Anschluss an die Performance von Karolin Meunier ab 21.30 h »musical procedures« von Christian Naujoks & Anna Möller

Biografie
Die 1975 in Bonn geborene Karolin Meunier studierte an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg. Sie lebt und arbeitet in Berlin und ist Fellow Researcher an der Jan van Eyck Akademie in Maastricht. Derzeit sind ihre Arbeiten in der Ausstellung »Soziale Diagramme« im Künstlerhaus Stuttgart zu sehen und in Filmprogrammen des MUMOK in Wien und der Kunsthalle Basel.

Herzlichen Dank an:
Land Niedersachsen, Stadt Lüneburg, Lüneburgischer Landschaftsverband, Generalkonsulat der Niederlande in Hamburg, Protones Lüneburg, Peter Steckroth

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