Ausstellung

STARSHIP Magazin

In der Woche vom 11. bis 16. Dezember 2017 ist die Berliner Kunstzeitschrift Starship in der Halle für Kunst Lüneburg zu Gast, um dort an der neuen Ausgabe zu arbeiten, die im Januar 2018 erscheinen wird. In dieser Form von institutioneller Zusammenarbeit sind auch die letzten Ausgaben von Starship entstanden – durch eine ähnliche offene Redaktion, auf Einladung der Kunsthalle in Aarhus, sowie der Galerie Supportico Lopez in Berlin.
Starship, eine Zeitschrift, die seit 1998 in Berlin herausgegeben wird, ist in ihrer Form und in ihrer Herausgeberweise zwar nicht ungewöhnlich, aber einzigartig. Sie wurde von KünstlerInnen gegründet und wird nun seit nahezu zwanzig Jahren von KünstlerInnen publiziert. Diese Langjährigkeit ist für eine selbst finanzierte KünstlerInnenzeitschrift nicht die Regel. Die Basis dieser langen Erscheinungsdauer ist die institutionelle Unabhängigkeit von Starship, sowie eine Reihe von Strategien und Kooperationen, anderen Formaten, wie Ausstellungen, einem eigenen Verlag und Vertrieb und einer flexiblen Erscheinungsweise, die Starship charakterisieren.
Die Kunstbeiträge in Starship sind durchgängig Originalbeiträge der eingeladenen KünstlerInnen, die für die Zeitschrift produziert werden. Die Produktion einer Zeitschrift ist damit ähnlich der Herstellung einer Ausstellung. So besteht eine neue Ausgabe von Starship über zwei Monate zunächst aus einer Wand, auf der die einzelnen Beiträge in unterschiedlichen Konstellationen gehängt, diskutiert und mit den KünstlerInnen weiterbearbeitet werden. Das Thema der jeweiligen Ausgabe entsteht in dieser Auseinandersetzung mit den Arbeiten.
Ein Grundbestandteil von Starship sind die KolumnistInnen, Schreibende und KünstlerInnen, die einen Teil von Starship – ihre Kolumne – in jeder Ausgabe betreuen. Die Reihe der KolumnistInnen ist lang und umfasst: Amelie von Wulffen, Judith Hopf, Karl Holmqvist, Jakob Kolding, Mark von Schlegell, Tenzing Barshee, Hans-Christian Dany, Chris Kraus, Mercedes Bunz, Vera Tollmann, Stephanie Fezer, Florian Zeyfang, Christopher Müller und viele mehr.
Seit 2014 wird Starship von Gerry Bibby, Nikola Dietrich, Martin Ebner, Ariane Müller und Henrik Olesen herausgegeben. Martin Ebner und Ariane Müller werden am Freitag den 15. Dezember 2017 von 18.00 bis 21.00 Uhr die Zeitschrift vorstellen, über die KünstlerInnen der nächsten Ausgabe sprechen und Musik spielen.
Die Arbeit an der Zeitschrift ist öffentlich. Wir laden sie ein, sich das Entstehen von Starship anzusehen, alte Ausgaben durchzublättern und neue Texte zu lesen.

 

Veranstaltung

Vortrag, Musik und Gespräch von und mit Martin Ebner und Ariane Müller

Freitag, 15. Dezember 2017, 18.00 – 21.00 Uhr

Workshop »Wir machen eine Zeitschrift« mit Maria Smith
Sonntag, 17. Dezember 2017, 15.00 – 17.30 Uhr
Für Kinder und Jugendliche von 7 bis 14 Jahre
 

Das Jahresprogramm der Halle für Kunst wird grosszügig gefördert durch das Land Niedersachsen, die Sparkassenstiftung Lüneburg, den Lüneburgischen Landschaftsverband und die Hansestadt Lüneburg.
Das Vermittlungsprogramm wird ermöglicht durch das Land Niedersachsen und die VGH-Stiftung.

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