HALLE FÜR KUNST LÜNEBURG eV
JAHRESGABEN
2011
2010
2009
2008

LONE HAUGAARD MADSEN

 

»Raum#220-Grammatik«
(Kleinwimmerl I, Kleinwimmerl II und Kleines Schild, alle 2008)
Holz, Papier, Farbe
ca. 45 x 30 x 50 cm, ca. 45 x 30 x 50 cm, ca. 40 x 30 x 30 cm
3 Unikate
€ 380,- € 380,- € 420,-

ZURÜCK

In Fotografien, Objekten, Zeichnungen und Performances hinterfragt Lone Haugaard Madsen (*1974 in Silkeborg, DK) die grundsätzlichen Parameter der künstlerischen Produktion und des Ausstellens, indem sie ihre eigene Position als Künstlerin genau beobachtet, reflektiert und in den Arbeitsprozess einschleust. Die aus diesem nahe am Material entlang geführten Prozess hervorgehenden und vermeintlich autonomen Objekte verweisen auf ein selbstreflexives künstlerisches Begehren, das sich nicht allein durch konzeptuelle Überlegungen erklären lässt, und einen Zweifel an autoritären Gesten des Wissens und Könnens mitformuliert. Dieser entropische Prozess produziert Überschüsse, hier und dort hervorquellende Reste, die im Produktionssystem nicht aufgehen und wieder eingeschleust, liegen gelassen oder herausgelöst werden. Korrespondierend dazu ihre Materialwahl, die Liegengebliebenes und Überbleibsel fokussiert. Von anderen Arbeiten oder vorgängigen Ausstellungsdisplays Abgefallenes erfährt durch wiederholte Rekombination und Überschreibung neue Besetzungen und wird, wie im Fall von Halle für Kunst in 2008, zu einer objektbezogenen Grammatik im Raum.

Für ihre Ausstellung Raum »#220-Grammatik« (2008) in Halle für Kunst hat Lone Haugaard Madsen neue Arbeiten realisiert und den Ort der Produktion in den Ausstellungsraum verlegt. Durch die Kombination von Resten aus ihrem Wiener Atelier und vor Ort gefundenen Materialien schloss sie im Rahmen der Ausstellungsreihe »When Doing Things And Words« (2008) an ihre Arbeitspraxis an, die sie durch eine Perfomance am Eröffnungsabend, in der sie sich und dem Publikum die nicht ausschließlich rational motivierten künstlerischen Entscheidungsprozesse näherbrachte, erweiterte. Auch ihre Jahresgaben mit Unikatcharakter, Kleinwimmerl I, Kleinwimmerl II und Kleines Schild, entstanden während der Ausstellungsreihe »When Doing Things And Words« (2008) in der Halle für Kunst Lüneburg eV als Auskopplungen einer Praxis, die in jeder Produktion die Mittel und Bedingungen in einem Verwertungskreislauf neu überprüft.

ZURÜCK

Ausstellungen (Auswahl)

2008

»When Doing Things and Words«, Halle für Kunst Lüneburg (G)
»Enter«, Kunsthallen Brandts Klaedefabrik, Odense (DK) (G)
»Zuordnungsprobleme«, Johann König, Berlin (G)
»Raum #214 - Frühwerk«, Galerie Christian Nagel, Köln (E)
»Kritisk Form«, skulpturi.dk, Kopenhagen (G)

2007

»ICE TRADE«, Chelsea College, London (G)

2006

»Urban Contact Zone Teil II«, Westwerk, Hamburg (G)
»Raum #26 - Retrofleksive«, Grafisches Kabinett in der Secession, Wien (E)
»Atelierbesuch im Kunstverein«, Vor/Ausstellung Kunstverein in Hamburg (G)
»Esplanaden«, Den Frie Udstillingsbygning, Kopenhagen (G)

2005

Kunstraum Auto, Wien (G)
»UPDATE«, Künstlerhaus Wien (G)

2004 »Einrichtung von Mellemrummet«, Overgaden, Institute for Contemporary Art, Kopenhagen (G)
»Invocazione all Orsa Maggiore«, Österreichisches Kulturforum, Rom (G)
»O.T.«, Konzept: Heimo Zobernig, Galerie Antik, Berlin (G)
»synonym for blanc«, Kunstraum DreizehnZwei, Wien (G)