HALLE FÜR KUNST LÜNEBURG eV
JAHRESGABEN
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2009
2008

KATRIN MAYER

 

»one that exchanged walls for pages«, 2008
s/w Laserprints auf weissem Papier mit Glitzerpartikeln, 120gr
je 12 Blatt à 21,0 x 29,7 cm (DIN A4)
Auflage 10
€ 200

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Die in Hamburg lebende Künstlerin Katrin Mayer (*1974) arbeitet künstlerisch an Einschreibungen und installativen Einlagerungen in spezifische diskursive und räumliche Zusammenhänge. Denn Sichtbarkeit war immer schon politisch, Oberflächen dienten immer der Identifikation und Identität war immer auch eine Frage des Raums. In diesem Sinne gibt es wenigstens drei wichtige Aspekte an ihrer Arbeit: Katrin Mayer ist Archivarin – sie organisiert und konstruiert Genealogien der Sichtbarkeit. Sie ist vielmehr Ökonomin als Künstlerin – sie tauscht Bilder, bei ihr geht der Mythos der (Neu-)Schöpfung nicht auf. Außerdem ist Katrin Mayer Architektin – sie hinterfragt die Architekturen der Bilder in Interaktion mit dem Raum, indem sie Oberflächen visuell und materiell markiert und Räume strukturiert. Ihr Vokabular besteht aus orthogonal plakatierten Papieren im DIN-Format, die ein archivisches Raster ergeben, in dem die unterschiedlichsten Objekte aus den verschiedensten Epochen und Kulturen nebeneinander versammelt sind.

Für Halle für Kunst hat Katrin Mayer eine Serie aus 12 Blättern zusammengestellt, die mit den Themen Oberfläche, Identität und Dekor spielen. Der Titel »one that exchanged walls for pages« (2008) ist eine Referenz auf André Malraux’ Gedanken zum »Musée imaginaire« und den Versuch, die Kunst in Reproduktion, zwischen den Buchdeckeln, vor dem Verschwinden zu erretten. Nicht linear gedacht wird ihre stets neu zu schreibende Geschichte im transhistorischen und -kulturellen Archiv panoramatisch auf Fluchtlinien, Konnektionen und Wiederholungen hin untersucht.

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Ausstellungen (Auswahl)

2008

TEMPORARY SCENARIOS – »recollected afterglows [white]«, Reisestipendium, Produzentengalerie, Hamburg (E)
»Passer qc en revue«, Bibliothekswohnung AC Gebbers, Berlin (E)
»TO SHOW IS TO PRESERVE – figures and demonstrations«, Halle für Kunst, Lüneburg (G)
»Worpswelten«, Kunstverein Göttingen (G)
»Wir nennen es Hamburg«, Kunstverein/Kampnagel (mit Sylvi Kretzschmar) (E)

2007

»ZwischenFiguren or dependency is a marvelous thing« (mit Eske Schlüters), HGKZ und Whitespace, Zürich (E)
»Not right but wrong«, Jet, Berlin (G)
Ausstellungs-Display für Insert 3, bpb im Kunstverein Hamburg (G)

2006

»SQUARE«, Gold Projektraum, Hamburg (E)
»Ich singe nicht! Formatversuch über Sichtbarkeit«, Visual Essay, Plattform #3, Kunstverein Hannover (G)
»Cooling Out – Zur Paradoxie des Feminismus«, Kunsthaus Baselland, Lewis Glucksman Gallery Cork und Halle für Kunst Lüneburg (G)
»ACADEMY«, Gruppenprojekt MODULATOR, Museum van Hedendaagse Kunst, Antwerpen (G)

2005

»Akademie, Kunst lehren und lernen«, Gruppenprojekt MODULATOR, Kunstverein Hamburg (G)