Veranstaltung

«Ob groß oder klein – eine Biennale kommt selten allein» – Vortrag von René Block

Block eröffnete als 22jähriger 1964 in Berlin eine Galerie, deren erste Ausstellungen und Performances von den damals jungen Künstlern wie Gerhard Richter, Sigmar Polke, Wolf Vostell, Joseph Beuys und Nam June Paik gestaltet wurden. 1974 erhielt er den Kunstpreis des deutschen Kritikerverbandes für die 10jährige Galeriearbeit in Berlin. Im gleichen Jahr eröffnete er eine Galerie in New York mit der Aktion „I like America and America likes me“ von Joseph Beuys. Parallel dazu begann Block seine Tätigkeit als Kurator großer und zum Teil historischer Übersichtsausstellungen. 1982 wechselte Block zum Berliner Künstlerprogramm des DAAD. Ab 1993 bestimmte er für drei Jahre das Pro-gramm des Ausstellungsdienstes am Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) in Stuttgart. Seit 1.Juli 1997 ist er künstlerischer Leiter des Museum Fridericianum in Kassel.
In seinem Vortrag in Lüneburg sprach René Block über das Thema „Biennalen“. Im Rahmen der Ausstellung „Das Lied von der Erde“ initierte er, selbst Kurator von drei Biennalen (Istanbul, Sydney, Kwangju), in 2000 die erste Konferenz Biennalen im Dialog zu diesem Thema. Vertreter der wichtigsten Biennalen präsentierten über drei Tage ihre unterschiedlichen Konzepte und stellten sich der Diskussion über die spezifische Stellung, die Biennalen im zeitgenössischen Kunstgeschehen einnehmen. Aufgrund ihrer global operierenden wie auch gleichzeitig regionalen Ausrichtung wird dieses Thema derzeit im internationalen Kulturbetrieb diskutiert.

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