Veranstaltung

AUSFLUG MIT NICOLA BRUNNHUBER UND ALEXANDER HEMPEL

loretta

Treffpunkt: Halle für Kunst, Reichenbachstrasse 2, 21335 Lüneburg

Keine Angst, wir drehen einen Film! Einen echten Fahrenholzfilm. Er handelt von Liebe, Eifersucht und Ausbeutung im 21. Jahrhundert. Da denkt er sich noch „Halts Maul du dreckige Affensau!“ aber wieder muss er spucken, husten, einatmen, ausatmen, die nächste Zigarette anzuenden, den nächsten Kreis ziehen und den nächsten und wieder von vorn. Einstellung fuer Einstellung wird ohne Geld einfach abgedreht. Dann der Kanon, langsam ansteigend bis das Auto an der spannendsten Stelle stehenbleibt, sich überschlägt, alle brav aussteigen und es Schalom Schalom eine Umarmung gibt. Am äußersten Seelenrand finden wir dann vielleicht noch ein paar verstreut liegende Splitter dieser ehemals stolzen, ja eher eitlen Fassade die unser liebster Dämon nun endlich zerschlagen hat. Ein neues Jahrtausend hat begonnen und wo wir anfangs noch im Dunkel der Restscham in Vorsicht gelutscht und geblasen haben, sagen wir nun ganz froh und frei: „Ich will!“
„Also ich zum Beispiel, will nicht mehr soviel abwaschen zu Hause und habe mir deshalb ein Spülmaschine gekauft.“

Kapitalismuskritik, Geschlechterrollenkritik, Vernunftskritik und sagen-Sie-es-uns-Kritik, ALLES kommt bei uns auf den Tisch um so richtig amtlich plattgemacht, gevierteilt, enthauptet, erschossen und im Anschluß vor laufender Kamera gratis in unserer großen Reisetombola verlost zu werden.
ALLES endet wie immer dort wo wir noch nie waren.

(N. Brunnhuber, A. Hempel)

Nicola Brunnhuber (*1980 in Wien, lebt in Berlin) hat an der Akademie der bildenden Künste, Wien, Bildende Kunst studiert. Arbeiten von ihm waren u.a. zu sehen bei Sotoso, Bruessel (2011) und bei Lars Friedrich, Berlin (2012).

Alexander Hempel (*1977 in Algier, lebt in Berlin) hat als Darsteller in den Filmen „Wie man ruhig wird“ (2008) und „Haust“ (2010) von Loretta Fahrenholz mitgewirkt.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung Loretta Fahrenholz statt.
Großzügig gefördert durch das Land Niedersachsen, den Lüneburgischen Landschaftsverband und die Hansestadt Lüneburg.
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