Veranstaltung

GESPRÄCH ZWISCHEN STEFANIE SCHULTE STRATHAUS UND ANGELA MELITOPOULOS

Die Künstlerin Angela Melitopoulos entwickelt seit 1985 anhand von zeitbasierten Medien Videoessays und -installationen, experimentelle Dokumentationen, Fotografien und Tonstücke. In ihren Arbeiten befasst sie sich mit Themen wie Migration, Mobilität und dem kollektiven Gedächtnis im Hinblick auf deren Verhältnis zu Geografie, Medienbild, Videotechnologie und Digitalität. Zentral sind Experimente mit Formaten und Produktionskonzepten. Angela Melitopoulos studierte an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Nam June Paik. Ihre mehrfach ausgezeichneten Arbeiten wurden u.a. präsentiert im Haus der Kulturen der Welt, Berlin (2012), in der Generali Foundation, Wien (2011), im Witte de With Contemporary Art, Rotterdam (2010), bei Extra City, Antwerpen (2010), in der Kunsthalle Bern (2010), im Kölnischen Kunstverein (2007) sowie an zahlreichen Filmfestivals und Symposien. Angela Melitopoulos organisiert außerdem Seminare, kuratiert Ausstellungen, publiziert Essays und arbeitet mit politischen Netzwerken. Sie unterrichtete als Gastprofessorin an verschiedenen internationalen Akademien und Universitäten.

Die Filmwissenschaftlerin, Film- und Videokuratorin Stefanie Schulte Strathaus ist  gemeinsam mit Milena Gregor und Birgit Kohler als Co-Direktorin des Arsenal – Institut für Film- und Videokunst in Berlin tätig. Sie ist zudem Mitglied des Auswahlkomitees des Berlinale Forums, sowie Gründerin und Leiterin des Berlinaleprogramms Forum Expanded, das die Grenzen zwischen Film und anderen Künsten in den Blickpunkt stellt. Als Kuratorin hat sie zahlreiche Filmprogramme, Retrospektiven und Ausstellungen realisiert, beispielsweise zu Michael Snow, Guy Maddin, Heinz Emigholz, Birgit Hein, Ulrike Ottinger, Stephen Dwoskin aber auch Film- und Veranstaltungsreihen wie etwa »Live Film! Jack Smith! Five Flaming Days in a Rented World« (2009, mit Susannne Sachsse und Marc Siegel, in Zusammenarbeit mit dem HAU/Hebbel am Ufer). Zur Zeit leitet sie das Projekt »Living Archive – Archivarbeit als künstlerische und kuratorische Praxis der Gegenwart« am Arsenal in Berlin. Stefanie Schulte Strathaus schreibt fuer Zeitschriften wie Frauen und Film, The Moving Image oder Texte zur Kunst und ist Herausgeberin von u.a. Kinemathekheft Nr. 93: »Germaine Dulac« (mit Sabine Nessel und Heide Schluepmann, 2002) und arsenal edition & b_books (2008).

»Filmic Affairs – Schnittstellen zwischen Kunst und Kino«
Die Reihe widmet sich dem traditionsreichen und spannungsgeladenen Verhältnis von Kunst und Film bzw. Kino. Zwischen den beiden Feldern gibt es seit der Erfindung des Films Verbindungen und Divergenzen, die zu einer wechselvollen Geschichte geführt haben, in der sich Kunst und Kino immer wieder abstießen, aber auch durchdrangen. So vielfältig die Annäherungen der Räume von Kunst und Film bzw. Kino mittlerweile sind, werden die Diskurse von vielen Film- und Kunsttheoretikern als aneinander vorbei gleitend wahrgenommen, wobei dies sowohl begrüßt als auch moniert wird. »Filmic Affairs« widmet sich aus unterschiedlichen Perspektiven diesem Nebeneinander von Kunst und Kino und stellt nach wie vor aktuelle Fragen wie »Was will die Kunst vom Film?« (Texte zur Kunst, 2001). Wie nimmt sich die Arbeit mit Film im Kunstkontext gegenwärtig aus? Was sind die Effekte der Vereinnahmungsprozesse seitens der Kunst mit ihrer eigenen Wertschöpfungslogik und ihren spezifischen Präsentationsformen? Was kann ueber die unterschiedlichen Erfahrungen von Film im Ausstellungs- und Kinoraum noch gesagt werden?

 

Großzügig gefördert durch das Land Niedersachsen, den Lüneburgischen Landschaftsverband und die Hansestadt Lüneburg.

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