Veranstaltung

Luxury Problems. Ausflug zu den Ausstellungen “Große Spritztour“ von Monika Baer in der Kestnergesellschaft und “Stretch“ von Alexandra Bircken im Kunstverein Hannover

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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Luxury Problems«, die unterschiedliche Formate umfasst und in variierenden Abständen stattfindet, lädt die Halle für Kunst zu einem Ausflug nach Hannover ein. Zunächst werden wir die Ausstellung »Stretch« von Alexandra Bircken im Kunstverein Hannover und im Anschluß daran die Ausstellung »Große Spitztour« von Monika Baer in der Kestnergesellschaft ansehen, wobei dort die Möglichkeit besteht, um 15.00 Uhr an einer öffentlichen Führung teilzunehmen. Für die Hin- und Rückfahrt gibt es die Option, den Gruppentarif des Niedersachsentickets zu nutzen.

Monika Baer »Große Spritztour«
Im Mittelpunkt der Ausstellung »Große Spritztour« stehen drei neue Werkgruppen der deutschen Malerin Monika Baer, die motivisch über das Thema Alkohol miteinander korrespondieren. Ergänzt wird die sogenannte »Alkoholserie« durch zahlreiche Gemälde, Zeichnungen und Collagen aus den letzten zwei Jahrzehnten. Monika Baer lässt in durchaus humorvoller Weise unterschiedlichen Ansätze der Malerei an- und auftreten: Figuration und Abstraktion, vermeintlich expressive Geste und zeichnerische Sensibilität scheinen miteinander zu konkurrieren. Mal tritt dadurch das narrative Potential, mal die materiale Buchstäblichkeit des Bildes hervor, mal erscheint die Leinwand als Fenster auf eine Welt, mal selbst als Objekt in der Welt. Diese Spannungsverhältnisse finden sich in den einzelnen Bildern wie zwischen den einzelnen Werkgruppen wieder: So wird der Bildträger in der großformatigen Alkoholserie zur Bühne, an deren unteren Rand hyperrealistisch dargestellte Flaschen wie Darsteller aufgereiht sind. Im Hintergrund bildet malerische Expression eine Art Kulisse. Die Ausstellung in der Kestner Gesellschaft ist eine Kooperation mit dem Museum Abteiberg, Mönchengladbach.

Alexandra Bircken »Stretch«
Das Experiment mit dem Material sowie der Körper als Ausgangspunkt sind grundlegende Parameter der künstlerischen Arbeit von Alexandra Bircken. Ihre skulpturalen Werke sind von unterschiedlicher, oftmals kontrastierender Beschaffenheit: Gipsmodellagen, Wachse, Fragmente von Schaufensterpuppen und Kleidungsstücke, die wie Körperteile zum Einsatz kommen, sowie mit Wolle verdichtete Strukturen werden als Versatzstücke miteinander verwoben. Birckens Arbeiten bestechen durch eine auratisch geladene Materialitätspräsenz. Figurative Arbeiten werden in Bezug gesetzt zur Maschine, als vom Menschen erschaffene Apparatur oder Machtinstrument. Die Dominanz- und Schutzbehauptung von Motorradkleidung, -rädern oder Waffen wird durch Verletzungsspuren und Objektschnitte dekonstruiert. Mit dem Shop »Alex« (Köln) begann 2003 die künstlerische Arbeit Birckens, die zuvor eine Ausbildung zur Modedesignerin am St. Martins College in London absolvierte, wo sie lange lehrte und sich mit ihrem Label »Faridi« einen Namen machte. Erstmalig werden in der Ausstellung im Kunstverein Hannover frühe Werke, die sich an der Schnittstelle von Mode und Kunst verorten, integriert und durch ortsspezifische Eingriffe erweitert, die den Grenzgang zwischen den »Welten« auflösen.

Das Jahresprogramm der Halle für Kunst wird großzügig gefördert durch das Land Niedersachsen, die Sparkassenstiftung Lüneburg, den Lüneburgischen Landschaftsverband und die Hansestadt Lüneburg.

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