Veranstaltung

Luxury Problems. Ausflug zu den Ausstellungen von Josef Strau im Künstlerhaus Bremen und von Veit Laurent Kurz in der Städtischen Galerie Delmenhorst

Josef Strau, Invitation Epiphany, 2016, Künstlerhaus Bremen, Ausstellungsansicht, Foto: Franziska von den Driesch

Treffpunkt: 12.00 Uhr, Hamburg Hauptbahnhof, Gleis 13

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Luxury Problems«, die unterschiedliche Formate umfasst und in variierenden Abständen stattfindet, lädt die Halle für Kunst zu einem Ausflug nach Bremen und Delmenhorst ein. Dort werden wir die Ausstellung »Invitation Epiphany« von Josef Strau im Künstlerhaus Bremen und die Ausstellung »Kräutergasse« von Veit Laurent Kurz in der Städtischen Galerie Delmenhorst sowie gemeinsame Arbeiten von Veit Laurent Kurz und Stefan Tcherepnin in der dortigen Remise ansehen. An beiden Orten besteht die Möglichkeit an einer Führung durch die Ausstellung teilzunehmen. Arbeiten sowohl von Veit Laurent Kurz als auch von Josef Strau und Stefan Tcherepnin waren bereits in der Halle für Kunst zu sehen: 2014 in der Ausstellung »Über das radikale Nebeneinander« sowie 2016 in der Ausstellung »Gebärden und Ausdruck«.
Für die Hin- und Rückfahrt besteht die Option den Gruppentarif des Niedersachsentickets zu nutzen.

Josef Strau »Invitation Epiphany«
Seit mehr als 30 Jahren entwickelt Josef Strau ein facettenreiches Werk, das auf dem geschriebenen Wort beruht und von wiederholten Rollenwandeln geprägt ist. Er schrieb über Kunst in Fachzeitschriften, verfasste Pressemitteilungen oder Katalogbeiträge für befreundete Künstler, organisierte Ausstellungen. Als Initiator des berüchtigten Projektraums Galerie Meerrettich in Berlin realisierte er zahlreiche gemeinschaftliche Projekte. In seinen Arbeiten untersucht Josef Strau verschiedene Konzepte von Textproduktion und ihren unmittelbaren Werkbezug. Frei den Gedankenströmen folgend, bilden seine auf Plakate gedruckten Texte »narrative Räume«. Es sind oft biografisch angelegte Erzählungen, die sowohl Kunstproduktion als auch das Schreiben selbst kommentieren. Ungeachtet des genutzten Mediums entwickeln sich seine Werke aus den Schriften heraus, als deren Display sie dienen. An diese Methode knüpft der Künstler auch in Bremen an und nutzt das Format der Retrospektive, um anhand einer breiten Auswahl an Textpostern einen Überblick über seine kontinuierliche Textarbeit zu vermitteln. Die Präsentation verknüpft er mit einer zweiten, die neu entstandene und von byzantinischer Ikonenmalerei inspirierte Werke zeigt.
(Pressetext)

Veit Laurent Kurz »Kräutergasse«
In seiner ersten institutionellen Einzelausstellung liefert Veit Laurent Kurz unter dem Titel »Kräutergasse« mit rund 50 Werken einen Einblick in seinen wuchernden Kosmos. Für mehrere Räume der Villa Coburg sind neue Werke entstanden. Sie fügen sich in einen übergreifenden Verbund, in ein rätselhaftes Schlauchsystem, das die Coburgschen Räume durchzieht. (…) Die künstlerische Welt von Veit Laurent Kurz speist sich aus den Erfahrungen einer ländlichen Jugend, aus den Märchen und Mythen des Hunsrueck gleichermaßen wie aus einem Interesse an neuen naturwissenschaftlichen Theorien und der Kunstgeschichte. Die fantastischen Welten von Hieronymus Bosch oder Pieter Breughel stehen genauso Pate wie Science Fiction-Filme oder subkulturelle Bewegungen, darunter zum Beispiel Steam- oder Cyber-Punk und der Techno-Paganismus. (…) Veit Laurent Kurz verdampft all dies mit seinem Schaffen als Bildhauer und Maler in einen letztlich schwer deutbaren Nebel. Was entsteht sind verstörend-schöne Dystopien, in denen Wissenschaft und Alchemie eine abenteuerliche Verbindung eingehen. In ihrer Machart fast heimelig-gebastelt, in jedem Fall weit entfernt von einer glatten Medienästhetik, spiegelt sich in ihnen die Verfasstheit vor allem einer jungen Generation (…).
(Pressetext)

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