Ausstellung

Kitty Kraus

Die Ausstellung ist von Mittwoch bis Sonntag geöffnet und kann nach Voranmeldung unter  und +49 4131 402001 besucht werden. Voraussetzung für den Besuch sind ein von offizieller Stelle bestätigtes negatives Testergebnis (PCR, Antigen-Schnelltest), ein Genesenennachweis oder einen Impfpass (die Testpflicht entfällt für vollständig geimpfte Personen, 14 Tage nach der Impfung). Weiterhin ist bei dem Besuch der Halle für Kunst eine medizinische Maske (FFP-2 oder OP-Maske) zu tragen und die allgemeine Hygienevorschriften sind einzuhalten. 
 
The exhibition is open from Wednesday to Sunday and can be visited by appointment via  and +49 4131 402001. Prerequisite for your visit are an official negative test result (PCR, antigen rapid test), proof of recovery or a vaccination certificate (fully vaccinated persons are only exempt from testing obligations 14 days after vaccination). Furthermore, a medical mask (FFP-2 or surgical mask) must be worn when visiting the Halle für Kunst and general hygiene requirements must be followed. 

Kitty-Kraus

Kitty Kraus’ Arbeiten sind geprägt von einer äußersten, an die Formensprache des Minimalismus angelehnte Reduktion und verweigern sich einer (Über)Fülle an Material und Narration. Trotz dieser absoluten Reduziertheit füllen sie den gesamten Raum aus, inkorporieren ihn und lassen ihn zum Teil der Arbeiten werden. Der Klarheit der Werke wohnt dabei oftmals eine Ambivalenz inne, welche sich aufgrund der ungewöhnlich minimalen Setzungen, die sie sind, erst nach und nach entfaltet. In ihnen vereinen sich Härte, wenn nicht gar Aggressivität, mit einer Fragilität, die sich vielfach als Moment der Gefährdung für die Betrachter*innen, aber auch für die Arbeiten selbst zeigt. Mit der formalen Strenge geht zudem eine poetische Dichte einher, welche sich den assoziativen Räumen verdankt, die die Arbeiten – trotz oder wohl eher wegen ihrer Reduziertheit – eröffnen. Möchte man diese poetische und auch metaphorische Ebene fassen, wäre sie wohl am besten als eine beschrieben, die auf zutiefst grundlegende physische wie psychische Aspekte (menschlichen) Lebens verweist. Kraus’ Arbeiten vollziehen dabei meist einen Prozess, sind in Bewegung oder changieren zwischen Permanenz und Zeitlichkeit, und erzählen darin von den sich eröffnenden Möglichkeiten, wenn Bedingungen und Zustände sich ändern.

Für ihre Ausstellung in der Halle für Kunst hat Kitty Kraus eine Installation entwickelt, in der sie mit Licht und Raum arbeitet. Das Licht zeichnet Linien auf die Wände, markiert so den Raum und füllt ihn mit einer spezifischen Atmosphäre aus. Als Gebilde, die unter oder auf Tischen platziert sind und an Architekturmodelle erinnern, sind die Lichtquellen jedoch nicht nur Lichtquellen, sondern – wie der Raum selbst – Gehäuse. Räume bieten Schutz, schließen aber auch ein und aus. Sie können sich verengen, öffnen oder gar gesprengt werden. Spinnt man die Idee des Raumes weiter, eröffnen sich Fäden, die mitnichten nur physische, sondern ebenso gedankliche Gebilde/Gebäude meinen.

– kuratiert von Stefanie Kleefeld

Kitty Kraus’ works are characterized by extreme reduction, following the formal language of minimalism and resisting an (over-)abundance of material and narration. Despite this absolute reduction, they occupy and incorporate the entire space, making it part of the works. The clarity of the pieces often possesses an ambivalence that unfolds only gradually due to the unusually minimal posits that they are. They unite hardness, even aggressiveness, with a fragility that frequently reveals itself as a moment of threat to the viewers, but also to the works themselves. The formal stringency is additionally accompanied by a poetic condensation that owes to the associative space that the works open up—despite, or because of, their reduction. This poetic and metaphoric level can best be described as referring to extremely fundamental physical and psychic aspects of (human) life. Kraus’ works usually carry out a process, they are in motion and vacillate between permanence and temporality, in which they convey the potentials that arise when conditions and states change.

For her show at Halle für Kunst, Kitty Kraus has developed an installation in which she works with light and space. The light draws lines on the walls, thus marking the room and imbuing it with a specific atmosphere. As structures placed under or on tables and reminding one of architecture models, the light sources are not only light sources but, like the room itself, housings. Rooms offer protection, but also include and exclude. They can become constricted, open up or even be blasted. If one develops the idea of the room further, lines emerge that by no means refer only to physical but also to mental structures and architectures.

– curated by Stefanie Kleefeld

Das Jahresprogramm der Halle für Kunst Lüneburg wird großzügig gefördert durch das Land Niedersachsen, die Sparkassenstiftung Lüneburg und die Hansestadt Lüneburg. Das Vermittlungsprogramm wird ermöglich durch das Land Niedersachsen. / The annual program at Halle für Kunst Lüneburg is generously supported by Land Niedersachsen, Sparkassenstiftung Lüneburg and Hansestadt Lüneburg. The education program is supported by Land Niedersachsen.

Die Ausstellung wird gefördert von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Hansestadt Lüneburg. / The exhibition was made possible with support by Niedersächsische Sparkassenstiftung and Hansestadt Lüneburg.