AUSFLUG MIT NICOLA BRUNNHUBER UND ALEXANDER HEMPEL

Keine Angst, wir drehen einen Film! Einen echten Fahrenholzfilm. Er handelt von Liebe, Eifersucht und Ausbeutung im 21. Jahrhundert. Da denkt er sich noch “Halts Maul du dreckige Affensau!” aber wieder muss er spucken, husten, einatmen, ausatmen, die nächste Zigarette anzuenden, den nächsten Kreis ziehen und den nächsten und wieder von vorn. Einstellung fuer Einstellung wird ohne Geld einfach abgedreht. Dann der Kanon, langsam ansteigend bis das Auto an der spannendsten Stelle stehenbleibt, sich überschlägt, alle brav aussteigen und es Schalom Schalom eine Umarmung gibt. Am äußersten Seelenrand finden wir dann vielleicht noch ein paar verstreut liegende Splitter dieser ehemals stolzen, ja eher eitlen Fassade die unser liebster Dämon nun endlich zerschlagen hat. Ein neues Jahrtausend hat begonnen und wo wir anfangs noch im Dunkel der Restscham in Vorsicht gelutscht und geblasen haben, sagen wir nun ganz froh und frei: “Ich will!”
“Also ich zum Beispiel, will nicht mehr soviel abwaschen zu Hause und habe mir deshalb ein Spülmaschine gekauft.”
Kapitalismuskritik, Geschlechterrollenkritik, Vernunftskritik und sagen-Sie-es-uns-Kritik, ALLES kommt bei uns auf den Tisch um so richtig amtlich plattgemacht, gevierteilt, enthauptet, erschossen und im Anschluß vor laufender Kamera gratis in unserer großen Reisetombola verlost zu werden.
ALLES endet wie immer dort wo wir noch nie waren.
(N. Brunnhuber, A. Hempel)
Nicola Brunnhuber (*1980 in Wien, lebt in Berlin) hat an der Akademie der bildenden Künste, Wien, Bildende Kunst studiert. Arbeiten von ihm waren u.a. zu sehen bei Sotoso, Bruessel (2011) und bei Lars Friedrich, Berlin (2012).
Alexander Hempel (*1977 in Algier, lebt in Berlin) hat als Darsteller in den Filmen “Wie man ruhig wird” (2008) und “Haust” (2010) von Loretta Fahrenholz mitgewirkt.
LORETTA FAHRENHOLZ
Eröffnung: Freitag, 19. April 2013, 19 Uhr (Filmvorführung 20 Uhr)

THE TROJANS
1 E 70th St New York, NY 10021
For inquiries call: +001 913 669 9735
EPISODE 1: GERMINAL (March 20 – April 20)
Practically wanting to be turned on every time they left to the house, Cass and Sinon went off to the shows and they never came back. Outside is the revolution, with its festivals, trailers, copious applications, the necessity of a detailed script, contracts, insurance policies. Inside, a bell comes twice: the sound of the humidity register in the corner reminding everyone present they have to be wetter. Cass and Sinon are the only ones left inside. That’s how they explain to themselves why they’re still here. The truth is there was never anyone else. Realignments with the world have been slow since they unplugged, manually upping their own latencies.
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